Dr. med.   Carola Gudohr   Ärztin/Diplom-Psychologin - Psychotherapie
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Die und Do: 13:10 – 14:00 Uhr

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Die 10 – 18:00 Uhr
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Do 9-14:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Der/die Patient/in schildert zunächst seine/ihre Beschwerden/Symptome und die aktuelle Lebenssituation. In der Psychotherapie werden diese Symptome als Signale und Versuche verstanden, eine Belastungssituation zu lösen. Der/die Therapeut/in versucht nun mit Hilfe der Lebensgeschichte des Patienten/in, diese Signale zu deuten. Gleichzeitig versucht er mit dem Patienten die bisherigen Wege zu verstehen, mit der jemand sein Leben - offenbar ohne Beschwerden- bewältigt hat und wie es zu der aktuellen Krisensituation gekommen ist.

Häufig steht hinter aktuellen Beschwerden (Angst, Schmerzen, Schlaf- oder Essstörungen, Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit etc.) eine länger währende Unzufriedenheit. Zunächst muss verstanden werden, worunter der Patient eigentlich leidet und ob der Patient/in Wünsche hat, eine Situation oder gar sich selbst zu ändern. Häufig werden Probleme am Arbeitsplatz, in Partnerbeziehungen, in der Familie benannt. Die Therapie zielt nun darauf ab, dass der/die Patient/in Änderungsmöglichkeiten bei sich selbst erkennt und diese umsetzt. Dazu ist es notwendig, dass ein Prozess des Nachdenkens und auch Umdenkens mit Hilfe des Therapeuten angestoßen wird. Vor Beginn der Therapie sollten Zielvorstellungen gemeinsam formuliert werden. Dies ist häufig nicht ganz einfach, da ein Patient die rasche Beseitigung seiner Beschwerden erhofft. Es ist jedoch zu bedenken, dass eine Krisensituation häufig nicht plötzlich gekommen ist, sondern eine längere Vorgeschichte hat.

Vor dem eigentlichen Beginn der Psychotherapie wird eine Sprechstunde, sowie mindestens zwei, höchstens vier Probestunden durchgeführt, die von den Krankenkassen getragen werden. Wie viele Probestunden notwendig sind, wird in der sog. probatorischen Phase geklärt. In manchen Fällen reicht eine Sprechstunde aus, um das weitere Vorgehen zu klären. Bei Privatkassen oder der Beihilfestelle ist es vor Aufnahme von Probestunden sinnvoll, sich zu erkundigen, ob diese Probestunden erstattet werden, wie viele Stunden überhaupt bezahlt werden und ob ein Antragsverfahren notwendig ist.

Die Sprechstunde sowie die Probestunden dienen dazu, festzustellen, ob der Patient geeignet und motiviert für eine tiefenpsychologisch orientierte Therapie ist, ob ein ausreichendes Vertrauensverhältnis mit einer hilfreichen Beziehung entstehen kann. In diesen Stunden macht der/die Therapeut/in sog Probedeutungen, d.h. er/sie versucht, Verhaltens- und Erlebnisweisen, die dem Patienten nicht ganz bewusst sind, anzusprechen. In der Sprechstunde wird eine sog. Anamnese, d.h. die Erhebung der Lebensgeschichte, durchgeführt. Dazu gehört die Familienanamnese, die Schilderung des sozialen Werdegangs, des Ausbildungsgangs mit eventuellen früheren Krisensituationen. Wichtig ist auch die Frage nach früheren oder bestehenden körperlichen Erkrankungen sowie früher durchgeführten psychotherapeutischen Behandlungen oder Kuren.

Vor Behandlungsbeginn muss eine behandlungsbedürftige seelisch bedingte Erkrankung bestehen und eine Diagnose gestellt werden. Dem Patienten wird ein Diagnoseblatt mit entsprechenden Erläuterungen im Anschluß an die Sprechstunde ausgehändigt. Unter Umständen verweist der /die Therapeutin auf andere Psychotherapiemethoden (Verhaltenstherapie, Gruppentherapie, Psychoanalyse, stationäre Behandlung,), eine psychiatrische Fachbehandlung oder eine Tagesklinik. Es können in manchen Fällen auch Entspannungsmethoden, Selbsthilfegruppen oder eine Paarberatung sinnvoll sein. Bitte reagieren Sie nicht enttäuscht, wenn die tiefenpsychologische Methode oder der Therapeut/in nicht geeignet sind. Möglicherweise kommen Sie mit einer anderen Methode oder mit einem/r anderen Therapeuten besser zurecht.
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